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Ingo Koschenz

Ingo Koschenz

Bürgermeister für Springe

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12. August 2026
Ingo Koschenz

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Klimagerechte Stadt

Der Klimawandel stellt die Stadt Springe vor enorme Herausforderungen: Während im „nördlichsten Skigebiet Niedersachsens“ in den meisten Jahren kein Wintersport mehr möglich ist, müssen wir uns für die immer zahlreicher werdenden Starkregenereignisse und Hitzewellen wappnen.  

Daher bedarf es auch kommunaler Präventivmaßnahmen, um Leben und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger unter schwieriger werdenden Klimabedingungen zu schützen und zu gewährleisten. Immer mehr „Hitzetote“ in Deutschland können nicht einfach hingenommen werden. Um an heißen Tagen die Aufenthaltsqualität im Stadtraum zu verbessern, sollten die Böden vermehrt entsiegelt werden. Wir brauchen zudem eine verstärkte Begrünung – sowie Schattenflächen und Trinkbrunnen – im öffentlichen Raum. Ebenso muss der Gebäudebestand fit gemacht werden für steigende Temperaturen: Öffentliche Neubauten müssen daher klimaschonend errichtet werden. Sie sollten auch bei heißen Außentemperaturen innen kühl bleiben – möglichst ohne eigenen Energieverbrauch.

Zudem bedarf es aufgrund der schwieriger werdenden Wasserversorgung in solchen Hitzephasen einer verstärkten Speicherung von Wasser  durch Zisternen und Rückhaltebecken sowie ein angepasstes Verbrauchsverhalten. Falls sich hierfür finanzielle Spielräume im Haushalt ergeben, sollte die Stadt auch private Klimaschutzmaßnahmen wie den Bau von Zisternen fördern. 

Der Bau von Wasserrückhaltebecken und die Renaturierung von Bachläufen sind ebenso wichtige Beiträge für einen aktiven Hochwasserschutz. Der kommunale Brand- und Katastrophenschutz durch Feuerwehr und THW muss so ausgestattet werden, um sowohl für Starkregen als auch Hochwasser, aber auch für die steigende Zahl von Waldbränden, ausreichend gewappnet zu sein.

Die Stadt hat mit der Verankerung der Aufgabe Klimaschutz in der Bau- und Umweltverwaltung bereits einen wichtigen Schritt getan. Die örtliche Politik und die Verwaltung sind jedoch aufgerufen, unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Träger des Brand- und Katastrophenschutzes sowie der örtlichen Verbände zu handeln und die Aufgabe des kommunalen Klimaschutzes noch aktiver anzugehen. Der städtische Klimaschutzplan bedarf daher einer Fortschreibung.

Unser Stadtwald leistet bereits einen aktiven Beitrag zum lokalen und globalen Klimaschutz, auch wenn er selbst unter dem Klimawandel leidet und gegen ihn resilient gemacht werden muss. Er muss aus meiner Sicht unbedingt weiter in der Trägerschaft der Stadt bleiben. 

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