Treffen mit dem W.I.R. Vorstand – interessanter Austausch
Die Situation der Springer Innenstadt war Gegenstand eines interessanten Gedankenaustausches mit dem Vorstand des Werbe- und Informationsring für Springe e.V. am 19. Juni 2026. Der W.I.R. macht aus meiner Sicht eine tolle Arbeit; insbesondere – weil er sich mit dem sichtbaren langsamen Sterben der Springer Innenstadt nicht abfinden möchte. Daher organisiert er mit viel ehrenamtlichem Engagement viele Aktionen, die zur Wiederbelebung beitragen. Die Stadtpolitik hat hierbei die sich in der Vergangenheit ergebenden Chancen der Wiederbelebung hingegen nicht genutzt.
Aus meiner Sicht kann dieses Sterben indessen noch durch neue Ankerpunkte wie die Wiederansiedlung zumindest eines kleinen Supermarktes aufgehalten werden: Wenn Alltagsdinge wie Butter und Zucker nur am Stadtrand erworben werden können, fehlt schlicht etwas im lokalen Sortiment. Die Stadtpolitik muss zudem immer auch an jene denken, die nicht mit dem Auto zum Einkaufen fahren wollen oder können. Sie müssen – auch in den Ortsteilen – an ihre „Lebensmittel“ ohne allzu weite Wege kommen können.
Ebenso stand die Ausweitung neuer Gewerbeflächen im Fokus. Diese ist aus meiner Sicht unumgänglich, damit heimische Betriebe vor Ort expandieren und Ansiedlungen weiterer Betriebe erfolgen können. Die damit verbundene Verbreiterung der Einnahmebasis wäre der bessere Weg der Haushaltssanierung statt das ständige Drehen an der Steuerschraube. Die freigebige Ausgabenpolitik der Stadt Springe vergangener Jahre bedroht unsere Entwicklung insgesamt: Die Stadt steht bei der Ansiedlung nicht nur im Wettbewerb mit Kommunen innerhalb der Region Hannover, sondern insbesondere auch mit jenen jenseits der Kreisgrenzen. Dort sind die Steuersätze niedriger. Ebenso achten auch Zuzugswillige auf die Höhe der Grundsteuersätze.
