Mein Verständnis vom Amt des Bürgermeisters
Das Amt des Bürgermeisters ist mehr als ein amtskettentragender Repräsentant der Stadt. Das ist kein Job, den man im Homeoffice erledigen kann. Er wird sehr gut dafür bezahlt, als „Stadtmoderator“ rund um die Uhr für seine Bürgerinnen und Bürger da zu sein. Es muss Beruf und Berufung zugleich sein.
Der Bürgermeister muss in erster Linie als Bindeglied zwischen Verwaltung, Stadtrat und Bürgerschaft fungieren. Seine Aufgabe ist es, die Verwaltung klar zu führen, auf ihre Rechts- und Zweckmäßigkeit und die Schnelligkeit und Effizienz ihres Vorgehens zu achten, hier die Entscheidungen des Rates und der Ortsräte umzusetzen, aber ihnen gleichzeitig auch Empfehlungen für die weitere politische Entwicklung der Stadt zu geben. Ich stehe hierbei für eine engere und demokratischere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger selbst in diese Entscheidungen – beispielswiese durch Einwohnerversammlungen, in denen die Politik erklärt und der direkte Austausch gepflegt wird. Bürgerentscheide sollten für den Rat ebenso kein Tabu sein, wenn man ansonsten in einer Streitfrage eine Spaltung der Stadt riskiert. Wir sollten auch in Springe mehr Demokratie wagen.
Ein Bürgermeister sollte daher eine Verwaltung aktiv führen, Missstände erkennen und eingreifen, wenn notwendig, aber dabei insbesondere auch das ehrenamtliche Engagement und Bürgerinitiativen unterstützen, statt sie mit seiner Verwaltung zu behindern. Der Bürgermeister ist schließlich Diener des gesamten Stadtvolkes und sollte sein Augenmerk stets auf die Interessen und das Wohl der gesamten Stadt statt als auf Partei- und Partikularinteressen richten.
